Naturstammhaus Firmen - Charlie Manz
Jeder der sich mit dem Thema beschäftigt wird früher oder später auf den Namen "Charlie Manz" stoßen. Wie lange es die Firma gibt kann ich nicht sagen (da ich nicht unbedingt für die Info 4,50 Euro für den Handelsregisterauszug zahlen will), nach eigener Aussage sind das über 30 Jahre. Aktuell werden ca. 15 Leute beschäftigt und die Bilanzsumme liegt bei etwa 300.000 Euro.
Früher war die Firma auch noch etwas größer (Mitarbeiteranzahl), das ist dann aber im Lauf der Zeit etwas geschrumpft. Soweit ich weiß wollte sich Herr Manz mehr auf die einzelnen Bauvorhaben konzentrieren können. Ein Nebeneffekt der Schrumpfung war das sich ehemalige Mitarbeiter selbstständig gemacht haben und nun eigene Firmen betreiben (z.B. Löffler Naturstammhaus).
Charlie Manz Blockhaus GmbH verfügt über einen eigenen Architekten was auf jeden Fall Vorteile hat. Grundsätzlich läuft es so ab das man sich mit Herrn Manz unterhält und aus dem Konzept ein Vorschlag gemacht wird. Im Gegensatz zu vielen anderen Firmen kostet das noch nichts.
Gebaut wird bei Charlie Manz mit den "üblichen" Hölzern wobei er von Kiefer eher etwas weg gekommen ist (Problem: Bläue). Es ist sogar möglich das Haus aus Red Cedar bauen zu lassen was zwar toll aber teuer ist.
Der Blog beschäftigt sich mit dem Bau von Naturstammhäusern sowie allem anderen was zum Naturstammhaus mit dazu gehört.
Freitag, 22. Mai 2015
Und nochmal - die Naturstammhäuser und die Energieeinsparverordnung
Ich habe mir jetzt wirklich Gedanken gemacht und mich mit 2-3 Leuten unterhalten die es eigentlich wissen sollten (einmal von einem Verband und einmal von einer Behörde).
Es ist tatsächlich so das es keinen Trick oder Bonus für Naturstammhäuser gibt. Das bedeutet ab 2016 wirklich das man keine Naturstammhäuser mehr bauen darf.
Jetzt kann es natürlich sein das der ein oder andere Hersteller zu tricks greift, hier mal ein paar genannt die es besser machen könnten:
a) Wärmeverluste:
Die Häuser werden mit besonders vielen Glasflächen geplant. Bei Glas ist der erlaubte Wärmeverlust höher als der einer Wand. Und über 3-fach Fenster geht das recht gut. Ebenso kann das Fundament und das Dach besonders gut isoliert werden.
b) Lüftungswärmeverlust minimieren
Man kann das Haus besonders dicht machen. In den USA ist es üblich das Haus an den Stammübergängen mit einer Dichtmasse einzuschmieren. Wird das gewissenhaft gemacht kann das Haus den Blower - Door Test bestehen (hier wird übrigens extrem viel erzählt dass das auch so ginge - seid vorsichtig!), das gibt beim Lüftungsverlust einen Bonus. Ausserdem kann man eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung einbauen - das gibt auch nochmal etwas Bonus.
c) Solare Wärmegewinne
Wenn im Sommer oder Winter die Sonne durch das Fenster scheint wird es warm - das berücksichtigt auch die ENEV. je mehr Fenster ihr in Südrichtung habt desto mehr heizt die Sonne mit.
d) Primärenergiefaktor
Indem eine besonders Umweltfreundliche Wärmeerzeugung eingesetzte wird (die EnEV meint damit: CO2 neutral) gibt es nochmal einen Bonus auf das gesamte Gebäude. Also beispielsweise ist es besser mit Holz (Faktor 0,2) als mit Strom (2,4) zu heizen. Am besten wäre übrigens die Wärmepumpe mit Solarzellen - die hat den Faktor 0 (dran denken, im Winter ist es nicht immer hell).
Aber trotz all dieser Maßnahmen - es wird nicht leichter und einige Firmen (z.B. Maheda) bieten ab 2016 garkeine einschaligen Häuser mehr an, Timberland Home hat auch umgestellt - und das sicher nicht ohne Grund. Viele andere Firmen sagen einem zwar "das es noch geht" (z.B. Kanadablockhaus) aber letztendlich wird das dann teurer - und irgendwo sind dann auch die Grenzen erreicht.
Auch noch zu bedenken ist irgendwo das ab 2020 das Passivhaus Standard sein soll, sprich die Aussenwände dürfen dann noch einen u-Wert von 0,15 W/(m²K) haben (entspricht einem Stammdurchmesser von 1,13m!). Das ist einfach nicht realistisch - und deswegen ist es wirklich so, Naturstammhäuser werden nicht mehr gebaut werden dürfen (Tannen über 1m Durchmesser gelten ohnehin meistens als Naturdenkmäler, deswegen lohnt es sich auch nicht drüber nachzudenken wo man solches Holz her bekommt - abgesehen davon - eine Wand von über 1m Durchmesser!!! - ich will sowas nicht).
Es ist tatsächlich so das es keinen Trick oder Bonus für Naturstammhäuser gibt. Das bedeutet ab 2016 wirklich das man keine Naturstammhäuser mehr bauen darf.
Jetzt kann es natürlich sein das der ein oder andere Hersteller zu tricks greift, hier mal ein paar genannt die es besser machen könnten:
a) Wärmeverluste:
Die Häuser werden mit besonders vielen Glasflächen geplant. Bei Glas ist der erlaubte Wärmeverlust höher als der einer Wand. Und über 3-fach Fenster geht das recht gut. Ebenso kann das Fundament und das Dach besonders gut isoliert werden.
b) Lüftungswärmeverlust minimieren
Man kann das Haus besonders dicht machen. In den USA ist es üblich das Haus an den Stammübergängen mit einer Dichtmasse einzuschmieren. Wird das gewissenhaft gemacht kann das Haus den Blower - Door Test bestehen (hier wird übrigens extrem viel erzählt dass das auch so ginge - seid vorsichtig!), das gibt beim Lüftungsverlust einen Bonus. Ausserdem kann man eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung einbauen - das gibt auch nochmal etwas Bonus.
c) Solare Wärmegewinne
Wenn im Sommer oder Winter die Sonne durch das Fenster scheint wird es warm - das berücksichtigt auch die ENEV. je mehr Fenster ihr in Südrichtung habt desto mehr heizt die Sonne mit.
d) Primärenergiefaktor
Indem eine besonders Umweltfreundliche Wärmeerzeugung eingesetzte wird (die EnEV meint damit: CO2 neutral) gibt es nochmal einen Bonus auf das gesamte Gebäude. Also beispielsweise ist es besser mit Holz (Faktor 0,2) als mit Strom (2,4) zu heizen. Am besten wäre übrigens die Wärmepumpe mit Solarzellen - die hat den Faktor 0 (dran denken, im Winter ist es nicht immer hell).
Aber trotz all dieser Maßnahmen - es wird nicht leichter und einige Firmen (z.B. Maheda) bieten ab 2016 garkeine einschaligen Häuser mehr an, Timberland Home hat auch umgestellt - und das sicher nicht ohne Grund. Viele andere Firmen sagen einem zwar "das es noch geht" (z.B. Kanadablockhaus) aber letztendlich wird das dann teurer - und irgendwo sind dann auch die Grenzen erreicht.
Auch noch zu bedenken ist irgendwo das ab 2020 das Passivhaus Standard sein soll, sprich die Aussenwände dürfen dann noch einen u-Wert von 0,15 W/(m²K) haben (entspricht einem Stammdurchmesser von 1,13m!). Das ist einfach nicht realistisch - und deswegen ist es wirklich so, Naturstammhäuser werden nicht mehr gebaut werden dürfen (Tannen über 1m Durchmesser gelten ohnehin meistens als Naturdenkmäler, deswegen lohnt es sich auch nicht drüber nachzudenken wo man solches Holz her bekommt - abgesehen davon - eine Wand von über 1m Durchmesser!!! - ich will sowas nicht).
Majand
Die Firma Majand gibt es nun seit fast zwei Jahrzehnten. Die Firma besteht aus einem Büro in Talinn (Estland) und einer Fertigung in Valga (Estland). Hauptabsatzgebiet ist bisher Norwegen, Schweden, Schweiz und Frankreich. Da Kristjan einer der hilfreicheren Zeitgenossen war habe ich mich entschlossen die Firma man persönlich zu besuchen.
Ich fand die Fertigung eigentlich ziemlich ordentlich, vor allem mit dem Hintergrundwissen das ich beim Blockbaukurs erworben hatte.
Das Holz für die Häuser kommt aus dem Staatswald und wird auf dem Firmengelände dann erstmal vorbehandelt (gegen Bläue), gestapelt und wird unter einem Schutzdach ca. 1 Jahr lang getrocknet. Die Stämme haben 30 - 35 cm Durchmesser wobei am schmalen Ende gemessen wird.
Die meisten Häuser die da gebaut werden sind allerdings aus glatten Balken (trotzdem mit Log Scribing, ohne Fräse)- einfach der Nachfrage wegen, ein Haus aus Rundstämmen wird eigentlich selten gebaut (eher einmal im Jahr).
Erfahrung hat die Firma auf jeden Fall und ich habe ein ziemlich gutes Gefühl dabei.
Ich fand die Fertigung eigentlich ziemlich ordentlich, vor allem mit dem Hintergrundwissen das ich beim Blockbaukurs erworben hatte.
Das Holz für die Häuser kommt aus dem Staatswald und wird auf dem Firmengelände dann erstmal vorbehandelt (gegen Bläue), gestapelt und wird unter einem Schutzdach ca. 1 Jahr lang getrocknet. Die Stämme haben 30 - 35 cm Durchmesser wobei am schmalen Ende gemessen wird.
Die meisten Häuser die da gebaut werden sind allerdings aus glatten Balken (trotzdem mit Log Scribing, ohne Fräse)- einfach der Nachfrage wegen, ein Haus aus Rundstämmen wird eigentlich selten gebaut (eher einmal im Jahr).
Erfahrung hat die Firma auf jeden Fall und ich habe ein ziemlich gutes Gefühl dabei.
Timberland Home
"Timberland Home" ist in Deutschland eine "Kleinfirma", eigentlich handelt es sich um ein Plannungsbüro das aus Herrn Braun besteht.
Was man wissen sollte - ohne einen (kostenpflichtigen) Plannungauftrag kriegt man hier erstmal nichts (soweit meine persönliche Erfahrung). Deswegen kann ich auch keine weiteren Aussagen treffen. Die Frage ist dann natürlich wenn man einen Planer will ob Timberland Home die richtigen sind, aber wie gesagt, mangels Informationen kann ich dazu nichts sagen. (Was verwunderlich ist, ich habe sicherlich 5 Stunden am Telefon zugebracht, da ging es aber eher darum das ich einen Preis für das Haus aus meine Skizzen haben wollte, allerdings ohne Geld für eine Plannung ich keinen Preis gekriegt habe - und da ich nicht mal kurz ein paar tausend Euro investieren wollte um überhaupt rauszubekommen wie das Preisniveau ist habe ich es gelassen - andere Firmen konnten das - um präzise zu sein eigentlich fast alle).
Meine Meinung: Im Zweifelsfall lieber sein lassen, natürlich kann man erstmal Geld für eine Plannung zahlen, aber wenn man dann nachher zu einer Firma mit eigenem Architekten geht kann es passieren das man 2x zahlt - und dazu fühlt sich das Geld in meiner Tasche zu wohl als das ich es so einfach hergeben würde.
Die neue Seite von Timberland Home bewirbt übrigens jetzt gefräste Häuser, ich würde mal vermuten das dies mit der neuen ENEV zusammen hängt nach welcher eine einschalige Bauweise praktisch nicht mehr zulässig ist.
Was man wissen sollte - ohne einen (kostenpflichtigen) Plannungauftrag kriegt man hier erstmal nichts (soweit meine persönliche Erfahrung). Deswegen kann ich auch keine weiteren Aussagen treffen. Die Frage ist dann natürlich wenn man einen Planer will ob Timberland Home die richtigen sind, aber wie gesagt, mangels Informationen kann ich dazu nichts sagen. (Was verwunderlich ist, ich habe sicherlich 5 Stunden am Telefon zugebracht, da ging es aber eher darum das ich einen Preis für das Haus aus meine Skizzen haben wollte, allerdings ohne Geld für eine Plannung ich keinen Preis gekriegt habe - und da ich nicht mal kurz ein paar tausend Euro investieren wollte um überhaupt rauszubekommen wie das Preisniveau ist habe ich es gelassen - andere Firmen konnten das - um präzise zu sein eigentlich fast alle).
Meine Meinung: Im Zweifelsfall lieber sein lassen, natürlich kann man erstmal Geld für eine Plannung zahlen, aber wenn man dann nachher zu einer Firma mit eigenem Architekten geht kann es passieren das man 2x zahlt - und dazu fühlt sich das Geld in meiner Tasche zu wohl als das ich es so einfach hergeben würde.
Die neue Seite von Timberland Home bewirbt übrigens jetzt gefräste Häuser, ich würde mal vermuten das dies mit der neuen ENEV zusammen hängt nach welcher eine einschalige Bauweise praktisch nicht mehr zulässig ist.
Donnerstag, 9. April 2015
Naturstammhäuser und die Energieeinsparverordnung
Ab 2016 sind Naturstammhäuser nicht mehr zulässig.
Ok, das klingt jetzt vielleicht etwas arg plakativ, Fakt ist aber das die ENEV 2014 einen Wärmedurchgangskoeffizienten von 0,24 W/(m²·K) fordert.
Jetzt mal stur betrachtet: Das bedeutet einen mittleren Wanddurchmesser von 520mm. Um das hinzubekommen braucht man einen mittleren Stammdurchmesser von ca. 700mm (bei Kiefernholz und Fichte - bei Douglasie wären es noch 640mm). Jetzt stelle ich mal die tollkühne These auf das es von derart dicken Bäumen keine rauen Mengen gibt.
Ich würde daraus mal ableiten das ich zwar noch Naturstammhäuser bauen kann, dann aber entweder Doppelwandig, mit irgendeiner Schalung oder sonst irgendwelchen Tricks - nur mit Holt wird das aus oben genannten Gründen schwierig.
Jetzt ist das Gerücht im Umlauf das es aufgrund der im Holz gebundenen Menge eine Art Bonus geben würde. Ich weiß auch nicht wo das herkommt, auf jeden Fall steht in der ENEV selber nichts von einem solchen Bonus. Ich kann mir vorstellen das jemand auf die schlaue Idee gekommen ist und 2 Themen vermischt hat: Laut ENEV muss erstmal drauf geschaut werden wie gut isoliert die Gebäudehülle ist und dann wieviel CO2 die Heizung zum erwärmen des Gebäudes produziert (Primärenergiefaktor). Das wird dann miteinander multipliziert. Jetzt ist ja im Holz das zum bauen benutzt wird auch CO2 gebunden und man könnte ja auf die Idee kommen diese Menge sozusagen als Bonus im Hinblick auf den Primärenergiefaktor zu werten.
Ich beschreibe das hier natürlich extrem vereinfacht, aber das Prinzip stimmt. Nur - die bisherige Berechnung gibt das nicht her. Die Berechnung ist jetzt in der ENEV festgeschrieben und hat Gesetztescharakter - da kann man lange drüber diskutieren, aber die Leute beim Bauamt haben die Gesetzte nicht gemacht, Sie müssen Sie lediglich umsetzten.
Wie geht es weiter? Ich weiß das natürlich nicht, aber ich spreche demnächst mal mit den Vertretern von 2 Interessensverbänden ob die etwas mehr wissen. Ich fände es schade wenn aufgrund eines stur durchgezogenen Gesetztes der Naturstammbau aussterben würde.
Ok, das klingt jetzt vielleicht etwas arg plakativ, Fakt ist aber das die ENEV 2014 einen Wärmedurchgangskoeffizienten von 0,24 W/(m²·K) fordert.
Jetzt mal stur betrachtet: Das bedeutet einen mittleren Wanddurchmesser von 520mm. Um das hinzubekommen braucht man einen mittleren Stammdurchmesser von ca. 700mm (bei Kiefernholz und Fichte - bei Douglasie wären es noch 640mm). Jetzt stelle ich mal die tollkühne These auf das es von derart dicken Bäumen keine rauen Mengen gibt.
Ich würde daraus mal ableiten das ich zwar noch Naturstammhäuser bauen kann, dann aber entweder Doppelwandig, mit irgendeiner Schalung oder sonst irgendwelchen Tricks - nur mit Holt wird das aus oben genannten Gründen schwierig.
Jetzt ist das Gerücht im Umlauf das es aufgrund der im Holz gebundenen Menge eine Art Bonus geben würde. Ich weiß auch nicht wo das herkommt, auf jeden Fall steht in der ENEV selber nichts von einem solchen Bonus. Ich kann mir vorstellen das jemand auf die schlaue Idee gekommen ist und 2 Themen vermischt hat: Laut ENEV muss erstmal drauf geschaut werden wie gut isoliert die Gebäudehülle ist und dann wieviel CO2 die Heizung zum erwärmen des Gebäudes produziert (Primärenergiefaktor). Das wird dann miteinander multipliziert. Jetzt ist ja im Holz das zum bauen benutzt wird auch CO2 gebunden und man könnte ja auf die Idee kommen diese Menge sozusagen als Bonus im Hinblick auf den Primärenergiefaktor zu werten.
Ich beschreibe das hier natürlich extrem vereinfacht, aber das Prinzip stimmt. Nur - die bisherige Berechnung gibt das nicht her. Die Berechnung ist jetzt in der ENEV festgeschrieben und hat Gesetztescharakter - da kann man lange drüber diskutieren, aber die Leute beim Bauamt haben die Gesetzte nicht gemacht, Sie müssen Sie lediglich umsetzten.
Wie geht es weiter? Ich weiß das natürlich nicht, aber ich spreche demnächst mal mit den Vertretern von 2 Interessensverbänden ob die etwas mehr wissen. Ich fände es schade wenn aufgrund eines stur durchgezogenen Gesetztes der Naturstammbau aussterben würde.
Mittwoch, 1. April 2015
Naturstammhaus - Normen
Es wird immer wieder behauptet das es keine Normen gibt - und dass das ja auch garnicht ginge weil das alles Handwerk ist - und individuell - und so weiter und so fort.
Richtig ist das sich die Deutschen Naturstammbauer nicht zusammentun um mal eine Norm anzustoßen. Jeder hat so seinen kleinen Geheimnisse die er nicht verraten möchte (wobei - so richtig geheim sind die Kniffe auch nicht)
Vorneweg - das stimmt nicht. Erstens ist das schon individuell aber grundlegend bleibt das Prinzip gleich (Stamm anzeichnen, sägen, drauflegen, etc.). Es wird nicht jedes mal alles neu erfunden. Es mag sein das einzelne Firmen für das gleiche Problem verschiedene Lösungen haben und manche besser sind und manche schlechter. Es stimmt auch das manche Firmen einige Lösungen nicht anbieten, sei es weil Sie die Lösung nicht kennen oder diese für unsinnig halten (ich habe glaube ich schon 5 verschiedene Detaillösungen bei den Gleitrahmen gesehen).
Ersteinmal gibt es die ILBA log building standards (International log builders association). Da steht schon mal relativ viel drin. Das geht von der Verwindung des Stammes, über den Feuchteschutz in der ersten Lage bis zu den Abständen von Wänden und Fenstern bis zu der Anflanschung von Trockenbauwänden. Es kann schon sein das es für einen einzelnen Aspekt eine bessere Lösung gibt - aber insgesamt gesehen stimmt schon was da drinnen steht. In Amerika steht auch das ein oder andere Naturstammhaus und die brechen auch nicht alle zusammen oder faulen weg.
Auch in Deutschland gibt es die ein oder andere sinnvolle Norm. Da sei zum Beispiel mal die DIN 68800-1 genannt. Die dreht sich um Holzschutz und die Erkenntnisse darin sind auch nicht von Laien zusammengetragen worden. Es gibt also durchaus Normen - und es gibt auch Normen die im Naturstammhausbau Anwendung finden können. Wenn in der Norm drin steht das Western Red Ceddar nun mal wiederstandsfähiger gegen Pilze ist als Weistanne dann hat sich das keiner ausgedacht sondern da gab es irgendwo eine Untersuchung zu. Gleiches gilt auch für Insektenbefall.
Etwas ungeschickt ist nun das man die Normen im Internet nicht einfach anschauen kann - wenn man eine Hochschule vor Ort hat kann es sein das man eine Normen - Auslagestelle in der Bibliothek hat. Ich finde allerdings die Infos auf der Website von Holzfragen sehr informativ - und da werden auch viele relevante Normen zitiert.
Das beim Handwerk und Bau von anderen gerne behauptet wird: "Die haben doch keine Ahnung" ist jetzt nicht unbedingt unüblich. Es kann ja schon sein das jemand es besser weiß, aber wenn eine Aussage entgegen dem steht was irgendwo schwarz auf weiß steht sollte man es sich genau überlegen. Ach ja, einen neutralen Dritten gibt es meiner Meinung nach in dem Bereich nicht.
Ob ihr gewisse Normen anziehen wollt oder nicht liegt bei euch - aber denkt dran, wenn es nichts gibt gegen das man messen kann ist es auch schwer zu bestimmen ob ein Fehler vorliegt oder nicht.
Richtig ist das sich die Deutschen Naturstammbauer nicht zusammentun um mal eine Norm anzustoßen. Jeder hat so seinen kleinen Geheimnisse die er nicht verraten möchte (wobei - so richtig geheim sind die Kniffe auch nicht)
Vorneweg - das stimmt nicht. Erstens ist das schon individuell aber grundlegend bleibt das Prinzip gleich (Stamm anzeichnen, sägen, drauflegen, etc.). Es wird nicht jedes mal alles neu erfunden. Es mag sein das einzelne Firmen für das gleiche Problem verschiedene Lösungen haben und manche besser sind und manche schlechter. Es stimmt auch das manche Firmen einige Lösungen nicht anbieten, sei es weil Sie die Lösung nicht kennen oder diese für unsinnig halten (ich habe glaube ich schon 5 verschiedene Detaillösungen bei den Gleitrahmen gesehen).
Ersteinmal gibt es die ILBA log building standards (International log builders association). Da steht schon mal relativ viel drin. Das geht von der Verwindung des Stammes, über den Feuchteschutz in der ersten Lage bis zu den Abständen von Wänden und Fenstern bis zu der Anflanschung von Trockenbauwänden. Es kann schon sein das es für einen einzelnen Aspekt eine bessere Lösung gibt - aber insgesamt gesehen stimmt schon was da drinnen steht. In Amerika steht auch das ein oder andere Naturstammhaus und die brechen auch nicht alle zusammen oder faulen weg.
Auch in Deutschland gibt es die ein oder andere sinnvolle Norm. Da sei zum Beispiel mal die DIN 68800-1 genannt. Die dreht sich um Holzschutz und die Erkenntnisse darin sind auch nicht von Laien zusammengetragen worden. Es gibt also durchaus Normen - und es gibt auch Normen die im Naturstammhausbau Anwendung finden können. Wenn in der Norm drin steht das Western Red Ceddar nun mal wiederstandsfähiger gegen Pilze ist als Weistanne dann hat sich das keiner ausgedacht sondern da gab es irgendwo eine Untersuchung zu. Gleiches gilt auch für Insektenbefall.
Etwas ungeschickt ist nun das man die Normen im Internet nicht einfach anschauen kann - wenn man eine Hochschule vor Ort hat kann es sein das man eine Normen - Auslagestelle in der Bibliothek hat. Ich finde allerdings die Infos auf der Website von Holzfragen sehr informativ - und da werden auch viele relevante Normen zitiert.
Das beim Handwerk und Bau von anderen gerne behauptet wird: "Die haben doch keine Ahnung" ist jetzt nicht unbedingt unüblich. Es kann ja schon sein das jemand es besser weiß, aber wenn eine Aussage entgegen dem steht was irgendwo schwarz auf weiß steht sollte man es sich genau überlegen. Ach ja, einen neutralen Dritten gibt es meiner Meinung nach in dem Bereich nicht.
Ob ihr gewisse Normen anziehen wollt oder nicht liegt bei euch - aber denkt dran, wenn es nichts gibt gegen das man messen kann ist es auch schwer zu bestimmen ob ein Fehler vorliegt oder nicht.
Der Blockbaukurs
Ich habe nun eine Woche lang mal ausprobiert was es bedeutet ein Naturstammhaus zu bauen. Den Kurs habe ich bei "Die Blockhausbauer" gemacht.
Zum Ablauf:
Tag 1: Diashow mit Bildern von Naturstammhäusern und Erklärungen dazu. Nachmittags ab auf den Bauplatz. Hier haben wir gelernt wie man die erste Lage macht
Tag 2: Erst mal grundlegendes zum Anzeichnen und Bearbeiten der Stämme. Die ersten Lagen wurden (noch mit etwas Hilfe) gelegt).
Tag 3: Es ging Lage für Lage in die Höhe
Tag 4: Abschluss bei dem gezeigt worden ist wie man eine Decke einzieht und Dachpfetten macht.
Tag 5: Einige Häuser und Hütten anschauen und sich anhand der Detail erklären lassen was den richtig und was falsch ist. Anschließend kann man noch Spezialwerkzeug und "Zubehör" kaufen.
Alles in allem halte ich den Kurs mit 780,- Euro für sehr günstig, der Preis wäre auch noch angebracht wenn er etwas höher wäre. Bei 5 Übernachtungen mit "Vollpension", den Geräten (und teilweise Schutzausrüstung), dem Material und dazu noch dem Unterricht ist das sehr fair.
Was der Kurs kann: Einem ein solides Grundwissen zum Thema Naturstammhaus zu vermitteln, das Vorgehen und die Arbeitsweise bei der Erstellung beibringen. Ich würde mal sagen für eine Gartenhütte oder eine kleine Sauna reichen die Kenntnisse nach dem Kurs aus. Da ist es auch nicht schlimm wenn eine Kleinigkeit nicht passt.
Was der Kurs nicht kann: Man ist anschließend nicht in der Lage sich ein Heim als Naturstammhaus selber zu bauen, dazu fehlt einfach zu viel Detailwissen über Konstruktion, Aufbau, Holzschutz (chemisch und konstruktiv), Umgang mit weiteren Geräten, Detaillösungen (Gleitrahmen, Wandanschlüsse, Leitungsverlegung, etc.). Das geht dann nur mit Hilfe (wie man an die ran kommt wird im Kurs aber gesagt).
Zum Ablauf:
Tag 1: Diashow mit Bildern von Naturstammhäusern und Erklärungen dazu. Nachmittags ab auf den Bauplatz. Hier haben wir gelernt wie man die erste Lage macht
Tag 2: Erst mal grundlegendes zum Anzeichnen und Bearbeiten der Stämme. Die ersten Lagen wurden (noch mit etwas Hilfe) gelegt).
Tag 3: Es ging Lage für Lage in die Höhe
Tag 4: Abschluss bei dem gezeigt worden ist wie man eine Decke einzieht und Dachpfetten macht.
Tag 5: Einige Häuser und Hütten anschauen und sich anhand der Detail erklären lassen was den richtig und was falsch ist. Anschließend kann man noch Spezialwerkzeug und "Zubehör" kaufen.
Alles in allem halte ich den Kurs mit 780,- Euro für sehr günstig, der Preis wäre auch noch angebracht wenn er etwas höher wäre. Bei 5 Übernachtungen mit "Vollpension", den Geräten (und teilweise Schutzausrüstung), dem Material und dazu noch dem Unterricht ist das sehr fair.
Was der Kurs kann: Einem ein solides Grundwissen zum Thema Naturstammhaus zu vermitteln, das Vorgehen und die Arbeitsweise bei der Erstellung beibringen. Ich würde mal sagen für eine Gartenhütte oder eine kleine Sauna reichen die Kenntnisse nach dem Kurs aus. Da ist es auch nicht schlimm wenn eine Kleinigkeit nicht passt.
Was der Kurs nicht kann: Man ist anschließend nicht in der Lage sich ein Heim als Naturstammhaus selber zu bauen, dazu fehlt einfach zu viel Detailwissen über Konstruktion, Aufbau, Holzschutz (chemisch und konstruktiv), Umgang mit weiteren Geräten, Detaillösungen (Gleitrahmen, Wandanschlüsse, Leitungsverlegung, etc.). Das geht dann nur mit Hilfe (wie man an die ran kommt wird im Kurs aber gesagt).
Abonnieren
Posts (Atom)

